Marchand, Hans

Geb. 1.10.1907 in Krefeld, gest. 13.12.1978 in Genua.

 

Nach dem Abitur 1927 in Krefeld studierte er Romanistik, Anglistik und Latein in Innsbruck, Paris und Köln, wo er nach dem Staatsexamen von 1930 bis 1933 Studienreferendar war. 1933 wurde er aus rassistischen Gründen aus dem Schuldienst entlassen.[1] Sein Doktorvater Spitzer holte ihn 1934 nach Istanbul, wo er ihn für den Aufbau der Anglistik im noch erst auszudifferenzierenden Studiengang »westeuropäische Sprachen und Kulturen« benötigte (zusammen mit der anglistischen Literaturwissenschaftlerin Eva Buck, die M. in Istanbul heiratete, von der er aber bald wieder geschieden wurde (s. dazu bei Buck).

M. hatte eine Professur für Romanistik und Anglistik. Erst die Arbeitsbedingungen an der türkischen Universität, insbesondere wohl auch der Unterricht in einer Fremdsprache, bedingten seine spätere sprachwissenschaftliche Orientierung. Die Dissertation »Ernest Hello«[2] zielte zwar auf eine Rekonstruktion von dessen »Sprachdenken« (s. dort S. 108-114), erschöpfte sich aber in einer eher literarischen Darstellung und Exegese des Werks dieses katholischen Autors, bei dem M. Einflüsse der Mystik nachzuweisen sucht. Hier ist noch nichts von dem zu finden, was Ms. spätes Werk kennzeichnet, insbesondere in seinem Hauptforschungsge­biet, der Wortbildung.

Wohl nicht zuletzt der Zwang, fremdsprachlich zu unterrichten (auf einem auch recht elementaren Niveau der Studierenden), brachte ihn zu einer sprachwissenschaftlichen Umorientierung. Das zeigt sich in damals entstandenen Arbeiten wie »Indefinite pronoun one«,[3] wo er die unterschiedliche Herausbildung eines unbestimmten Pronomens: engl. one vs. dt. man untersucht. Für das Englische sieht er den Grund im religiösen Diskurs, in dem man »Mensch« ohne Artikel gebraucht wurde und dadurch eine Entwicklung zum Pronomen blockiert habe – mittelengl. on(e) ist für ihn eine Replik auf frz. on.[4] Bemerkenswerterweise verweist er hier auch schon auf das Türkische für die Grammatisierung unspezifischer Kategorien (S. 149).

Da M. »Mischling« war, unterlag er der Wehrpflicht und wurde 1944 noch einberufen. Als er sich weigerte, dazu zurückzukehren, wurde ein Verfahren zu seiner Ausbürgerung eingeleitet (aber kriegsbedingt nicht mehr abgeschlossen). Insofern war er bei Kriegseintritt der Türkei als feindli­cher Ausländer im Land, der auch in ein anatolisches Dorf verbannt wurde, obwohl er inzwischen in zweiter Ehe mit einer Türkin verheiratet war (der Tochter des späteren Ehemanns Vanioğlu seiner geschiedenen Frau Eva Buck, s. bei dieser). M. nutze diese Isolation, um  sein Wortbildungsbuch (s.u.) auszuarbeiten. Nach Kriegsende nahm er seine Professur in Istanbul wieder auf, bemühte sich aber um eine Auswanderung, zunächst zurück nach Deutschland. Dazu versuchte er, dort sein Wortbildungsbuch zu veröffentlichen, und stellte dazu einen Beihilfeantrag bei der DFG – der abgelehnt wurde, was M. (der wohl auch insistierte) mit dem methodisch zurückgebliebenen Zustand des Faches dort erklärte.[5] Schließlich reiste er 1953  in die USA aus, wo er zuerst eine Gastprofessur in Yale hatte, 1954 dann eine Professur am Bard College, New York, 1956 in Gainsville, Florida. Erst 1957 kehrte er nach Deutschland zurück, wo er bis zur (aus Krankheitsgründen vorzeitigen) Emeritierung 1973 in Tübingen eine o. Professur für Anglistik innehatte.

Die Vorarbeiten zu seinem Magnum Opus »The Categories and Types of Present-Day English Word-Formation. A Synchronic-Diachronic Ap­proach«[6] entstanden in der Tür­kei. Mit einer strikten strukturalen Vorgehensweise, die ebenso viel europäischen Traditionen wie dem amerikanischen Deskriptivis­mus verdankt (er zitiert insbes. Bloomfield als Autorität), grenzt er sich von der dominanten Betrachtungsweise ab, die bis dahin in der junggrammatischen Tradition die historische Entwicklung als Horizont hatte. Diachrone Zusammenhänge berücksichtigt er, wenn sie für das Sprachbewußtsein noch transparent sind und die synchrone Formanalyse bestimmen.

Daß er sein Vorgehen strukturalistisch anlegt, impliziert, daß er die Wortbildung in die Grammatik im weiteren Sinne integriert: jenseits des atomisierten Lexikons gibt es nur syntagmatische Strukturen, wobei die Wortbildung eine kritische Abgrenzung zu propositionalen Strukturen (M. spricht von Satz) markiert. Im Wort kann es keine anderen Strukturen geben als in der Syntax sonst, allerdings gilt die Umkehrung nicht: propositionale Strukturen erlauben eine maximale Explikation semantischer Relationen, während diese im Wort neutralisiert sein können, also implizit bleiben.

Gegen den dominanten Tenor des amerikanischen Strukturalismus definiert er den Gegenstand der Analyse als Explikation grammatischer Potentiale: das Wort markiert eine syntaktische Einheit, die durch ihre Isolierbarkeit definiert ist; sie kann nicht reduziert werden auf bestimmte Vorkommensverhältnisse und erst recht nicht auf phonologische Indikatoren. Insofern ist es für ihn auch kein Problem, daß prosodische Kriterien wie der Wortakzent keine hinreichend eindeutige Abgrenzung zwischen komplexen Wörtern und Wortgruppen erlauben. Die explizite Zielsetzung seines Unternehmens: die produktiven Strukturen der Sprache synchron herauszuarbeiten, hatte unmittelbare Entsprechungen in dem damals in Mode kommenden generativistischen Unternehmen. So konnte M.s Arbeit in diesem Umfeld rezipiert werden, das sich im übrigen auch selbst mit Analysen zur Wortbildung in der eher deskriptiv ausgerichteten Fachöffentlichkeit Akzeptanz verschaffen musste.[7]

Obwohl M. später (vor allem auch in der überarbeiteten 2. Auflage seines Buches) die Entsprechungen zu dem generativistischen Unternehmen gerne aufnahm, die seine breite Rezeption sicherstellten, legte er immer Wert darauf, den Unterschied dazu zu markieren. 1965 formuliert er ausdrücklich: »I am not a transformationist« (»Kleine Schriften«, Q: S. 362). Tatsächlich hat er nie im strengen Sinne eine Ableitung der Wortbildungsstrukturen aus Satzstrukturen unternommen, sondern nur die feststellbaren Entsprechungen heuristisch genutzt – insofern war er mit seinem Unternehmen in gewisser Weise moderner als seine transformationalistischen Zeitgenossen.[8]

In theoretischer Hinsicht entwickelte er seine Analyse durch eine Reduktion der vielfältigen Strukturen auf eine Grundrelation von D[etermin]ans zu D[etermina]tum, die in unterschiedlicher Weise semantisch interpretiert und in unterschiedlicher Weise formal ausgedrückt werden kann. Zu dem letzteren gehört für ihn auch die Abfolgebeziehung, wobei es in typologischer Hinsicht das Englische charakterisiert, daß das D.ans dem D.tum vorausgeht. In einer Reihe von Aufsätzen, die auf die Publikation seines Bandes folgten, hat er die Unterbestimmtheit der syntaktischen Relationen in komplexen Wörtern systematischer herausgearbeitet. Das gilt für die prädikativen Strukturen der Proposition im engeren Sinne: »The analysis of verbal nexus substantives«,[9] »On the analysis of substantive compounds and suffixal derivatives not containing a verbal element«[10] wie auch für attributive Strukturen in nominalen Syntagmen: »On attributive and predicative derived adjectives and some problems related to the distinction«.[11]

So modern seine Analysen sind, die sein Buch bis heute zu einer Standardreferenz gemacht haben,[12] so sehr ist aber auch deutlich, daß er mit seinem strikten Ableitungsunternehmen Schwierigkeiten erkauft, gegen die sich die jüngsten Entwicklungen der Grammatiktheorie explizit richten.[13] Sein Ableitungsmodell zwingt ihn dazu, auf der formalen Seite morphologische Verkettungen als Gegenstück einer semantisch komplexen Struktur anzusehen, mit der Konsequenz eines extensiven Rückgriffs auf Null-Morpheme. In diesem Sinne analysiert er Konversionen, die im Englischen ja häufig sind, daß hier eine Analyse ohne Wortarten durchaus denkbar ist, wie bei exozentrischen Wortzusammensetzungen, die er mit einem Null-Determinatum als Kopf analysiert, also scatterbrain-Ø »Wirrkopf«, letztlich analysiert nach dem Muster von »wirrköpfischer Kerl«.

Das führt zu einem rigiden Schematismus, der in den Einzelfällen willkürliche Annahmen festzuschreiben zwingt (bei unentscheidbaren Analysemöglichkeiten für deverbale Nomina oder denominale Verben), wobei er entgegen seiner programmatischen Abgrenzung gegenüber der älteren diachronen Analyse eben doch historisch kontingente Annahmen festschreiben muß, die in der Häufigkeit von Formen und im Wissen um historische Entwicklungen der bezeichneten Sache ihren Grund haben und so theoretisch von ihm hypostasiert werden. Immerhin hat er durch die rigide Durchführung seiner Analyse auf der Basis eines umfangreichen Wortmaterials einen Forschungsbereich klar umschrieben, der durch die jüngsten Forschungen (vor allen Dingen auch psycholinguistisch motivierte) systematisch aufgenommen worden ist. Gelegentlich hat er derartige Fragestellungen expliziter in seine Analysen einbezogen, vgl. etwa seine Studie der aus dem Arabischen entlehnten Nisba-Bildungen bei politischen und ethnischen Namen in: »Political History and the Rise of the Suffix /i/ in English«.[14]

Seine strukturale Betrachtungsweise gilt der paradigmatischen Integration von Wortbildungsmustern, durch die Null-Morpheme besser fundiert sind. Für die Rekonstruktion der produktiven Wortbildungsprozesse entwickelt er eine strikte Explikation auf der for­malen wie der semantischen Seite in Feldstrukturen (mit semantischen Feldern als Grenzwerten, aber auch formalen, assoziativen Feldern qua Reim, Ablaut u. dgl.). Produktivi­tät ist für ihn ausgewiesen durch die Möglichkeit von Neubildungen – und hier exploriert er auch marginale Bereiche (Kontaminationen, Rückbildungen u. dgl.), wobei er unterschiedliche Sprachschichten in Rechnung stellt, abhängig z.B. von dem Umfang der Sprachkennt­nisse (z.B. in Hinblick auf die Analysierbarkeit von Fremdwörtern, gebunden an Lateinkennt­nisse u. dgl.).

In diesem Sinne trennt er strikt zwischen den produktiven »nativen« Mustern, die über (produktive) Regeln expliziert werden können, und peripheren Bereichen des Wortschatzes, vor allem Entlehnungen, die ihrerseits allerdings auch Muster aufweisen können. Einzelne Abschnitte aus dem Buch (1960) hatte er schon vorher als Aufsätze veröffentlicht, so zu den unterschiedlichen, auch formal expressiven Mitteln der Organisation von Feldstrukturen in: »Motivation by Linguistic Form. English Ablaut and Rime Combinations and their relevancy to word formation«[15] (in theoretischer Hinsicht in expliziter Auseinandersetzung vor allem mit Bühler). Seine systematische Position hat er in Rezensionen weiterentwickelt, so in Auseinandersetzung mit der junggrammatischen Tradition in einer Rezension zu Henzen (1953).[16] Nicht zu übersehen ist aber auch, wie die Konfrontation mit dem Türkischen ihm eine systematischere Reflexion abverlangte, so wenn er z.B. in einem frühen Aufsatz »Children will play« (1938)[17] auf der Basis von Übersetzungsäquivalenzen türkische grammatische Kategorien auf das Englische projizierte. Mehr implizit kam bei ihm auf diese Art und Weise der Kontrast einer gemeinsamen Struktur der »europäischen Kultursprachen« im Gegensatz zum Türkischen in den Blick, so daß er durchaus kongruent mit neueren Arbeiten des typologischen Forschungsverbundes zu einem europäischen Sprachtyp argumentierte.

Sowohl durch seine strikt entwickelte methodisch-theoretische Grundlage wie durch die systematische Durchführung, die sich nicht auf Beispiele für einige Typen beschränkt (10% der 550 Seiten des Buchs nehmen die Wort- und Formenindizes ein), be­stimmte das Buch die in den 60er Jahren erneut einsetzende Wortbil­dungsforschung. Seine Explikationsweise von Wort­bildungstypen durch Satzparaphrasen (s. bes. S. 31ff.) ist in den folgenden Arbeiten direkt aufgenommen wor­den. M. selbst hat in diese späteren Debatten immer wieder ein­gegriffen.[18] Er rechnete sich diesen neuen Ansätzen zu, die ein striktes corpusinduziertes Vorgehen ablehnen, wie es im distributionellen Strukturalismus der 50er und 60er Jahre üblich war, aber er wandte sich (später zunehmend expliziter) auch gegen bestimmte Prämissen der generativen Wortbildungsansätze, die Wortbildungsstrukturen in Syntax auflösen: in den syntaktischen Paraphrasen zu Wortbildungen sieht er eben nur ein wichtiges heuristisches Analyseinstrument, betont aber (auch gegen eine Tendenz in seinem eigenen Buch von 1960) den strikten Unterschied zwischen syntaktischen und wortinternen Strukturen (so bes. in seiner Rezension zu Zimmer 1966).[19]

Zugleich bemühte er sich aber immer auch, die theoretischen Grundlagen in Auseinanderset­zung mit der älteren, deskriptiven Tradition (insbes. der deutschen) zu explizieren, so etwa mit Bezug auf Bühler in: »Mo­tivation by Linguistic Form«[20]. Die theore­tische Allgemein­heit seines Ansatzes versuchte er durch den Vergleich des Eng­lischen mit dem Deutschen und Französischen aufzuzeigen, etwa mit einer gemeinsamen »Tiefenstruktur«, aber sprachidiosynkratischen »Oberflä­chen«restriktionen bei Kausativbildungen (»Die deadjekti­vischen reversativen Verben im Deutschen, Englischen und Französi­schen: entmilitarisieren, demilitarize, démilitariser«);[21] oder »Die Präpartikelverben im Deutschen: Echte Präfixbildun­gen, syn­thetische Präfixbildungen, pseudopräfixale Bildungen«,[22] wo er systematisch einerseits produktive Mechanismen mit älteren Ver­hältnissen kontrastiert, andererseits Stilschichten (Fachspra­che, Umgangssprache usw.) trennt. Hier finden sich passim bei ihm Hinweise auf die schweizerisch-französische Analysetradition (besonders bei Bally).

Es lag wohl nicht zuletzt an der breiten Rezeption seines Wortbildungsbuches, daß seine späteren Veröffentlichungen alle in diesem Bereich lagen. Seine früheren Arbeiten waren im Gegenstandsbereich sehr viel breiter gestreut, behandelten auch Verbalkategorien wie den Aspekt, satzmodale Kategorien und ihre Ausdrucksweise etwa in der Verbalperiphrase und Valenzstrukturen (Diathese).[23] Im Vordergrund seiner Analysen stehen in den späteren Jahren, entsprechend seiner Denomination, Arbeiten zum Englischen. Seine romanistische Vergangenheit kommt allerdings immer wieder dadurch zum Ausdruck, daß er Parallelen zu romanischen Sprachen zieht, nicht nur zum Französischen, sondern auch zum Spanischen und dem Italienischen (später systematisch auch zum Deutschen). Gelegentlich finden sich auch Analysen zum Türkischen, mit dem er sich in den früheren Jahren (vor allen Dingen in der Zeit in der Türkei) systematischer auseinandergesetzt hat, vgl. z.B. »On the phonological system of the Turkish vowels«.[24] In der phonologischen Analyse geht M. von Trubetzkoy aus (dem er aber in der Frage der silbischen Interpreta­tion von Quantitäten nicht folgt) und beschäftigt sich auch hier mit Fragen der Wortstruktur: einerseits der phonologi­schen Inte­gration von Fremdwörtern, andererseits ausgehend von den Regulari­täten der Vokalharmonie mit dem Unterschied von restrikti­ven Bin­dungen bei morphologisch unanalysierbaren Formen und »ge­bundenen Morphemen« vs. Fällen von größeren Kontrastmöglichkeiten bei Flexi­ons- und Ableitungssuffixen.

Q: V; BHE; Archiv B/J.; Stammerjohann; Haenicke/Finkenstaedt 1992; Hoss 2007: 155-156; H. E. Brekle, in: Christmann/Hausmann 1989: 307-309; Hinweise von R. Heyd. Schriftenverzeichnis bis 1967 in der Festschrift H. E. Brekle/L. Lipka (Hgg.), »Wortbildung, Syntax und Morphologie«, Den Haag: Mouton 1968. Eine Sammlung seiner Aufsätze findet sich in D. Kastovsky (Hg.), »Studies in Syntax and Word Formation. Selected Articles by H. M.«, München: Fink 1974 (zitiert als »Kleine Schriften«). Dort ein Schriftenverzeichnis bis 1972, S. 23-27.



[1] So Archiv B/J.; Scurla-Bericht, S. 130. M. war katholisch und nannte selbst diese Gründe offensichtlich nicht. So wußte z.B. auch seine enge Emigrationsgefährtin R. Heyd nicht darum. Sie nahm auch zuletzt noch politische Gründe für die Entlassung an.

[2] Krefeld: Zahren 1932.

[3] In: Publications de la Faculté des Lettres de l’Université d’Istanbul 2/1937: 134-152.

[4] Damit hat er nicht überzeugt, s. z.B. K. Brunner »Die englische Sprache«, 2. Aufl., Tübingen: Niemeyer 1962, Bd. II: 74-77 für eine weniger dramatische Erklärung (der M.s Arbeit dort S. 76 auch zitiert).

[5] So in einem Brief 1954 an Rohde, zitiert bei Hoss (2007: 156).

[6] Wiesbaden: Harrassowitz 1960, ²1969.

[7] R. B. Lees, »Grammar of English Nominalizations«, Bloomington/Indiana: Univ. Indiana Press 1963 (ursprünglich Dissertation am MIT 1959). Lees war im übrigen Turkologe und argumentiert genauso wie M. öfters mit türkischen Beispielen.

[8] Hier zeigen sich auch Differenzen zwischen M. und seinen Schülern/Mitarbeitern, die in der Literatur auch als »Marchandeans« angesprochen werden (so bei P. Štekauer/R. Lieber (Hgg.), »Handbook of wordformation«, Heidelberg usw.: Springer 2005), von denen einige zu denen gehörten, die damals ausdrücklich als Generativisten auftraten wie z.B. H. E.Brekle (*1936), D. Kastovsky (*1940) u.a. Da diese sich ausdrücklich auf M. beriefen, wurde auch M. z.T. so wahrgenommen, s. dazu D. Kastovsky, «H. M. and the Marchandeans«, in dem vorgenannten Band von Štekauer/Lieber 2005: 99-124.

[9] In: Idg. F. 70/1965: 57-71.

[10] In: Idg. F. 70/1965: 117-145.

[11] In: Anglia 84/1966: 131-149.

[12] S. z.B. passim die Hinweise auf ihn bei M. Aronoff, »Word Formation in Generative Grammar«, Cambridge, Mass.: MIT 1976, und auch in jüngster Zeit da, wo neue Formen der Modellierung gesucht werden, die die Schranke zwischen Morphologie und Syntax überwinden, an der sich M. schon abarbeitete, etwa G. Booj, »Construction morphology«, Oxford: Oxford Univ. Press 2010. Für (ältere) unorthodoxe Fachvertreter gilt das ohnehin: Bolinger nennt M.s Buch ein »standardwork«, s. von diesem »Intonation and its use«, Stanford: Stanford UP 1989: 219.

[13] S. für eine Analyse seines Ansatzes im Horizont neuerer Entwicklungen P. Štekauer, »English Word Formation (History of Research 1960-1995)«, Tübingen: Narr 2000: 29-48; s. auch Štekauer/Lieber (2005), zitiert in Fn. 8.

[14] In: »Kleine Schriften«, Q: S. 369-376.

[15] In: St. Neoph. 29/1957: 54-67.

[16] »Kleine Schriften«, Q: S. 147-158.

[17] »Kleine Schriften«, Q: S. 28-44 (zuerst 1938).

[18] S. etwa den Forschungsbericht in: H. E. Brekle, »Genera­tive Satzsemantik und transformationelle Syntax im System der eng­lischen Nominalkomposi­tion«, München: Finck 1970, bes. S. 25ff.

[19] »Kleine Schriften«, Q: S. 337-348.

[20] In: St. Neoph. 29/1957: 54-67.

[21] In: Interlingui­stica [FS M. Wandruszka], Tübingen: Niemeyer 1971: 208-214.

[22] In: Spr. u. Gesch. [FS H. Meier], München: Finck 1971: 313-326.

[23] S. die in den frühen 50er Jahren publizierten Aufsätze in seinen »Kleinen Schriften« (Q).

[24] In: Acta Ling. 8/1960: 21-31 – der Artikel ist datiert vom 21.10.1951.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 19. Juli 2013 um 11:19 Uhr