Malkiel, Yakov

Geb. 22.7.1914 in Kiew, gest. 24.4.1998 Berkeley/Kalifornien.

 

M. kam mit seinen Eltern 1921 auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in Rußland nach Berlin, wo er seine Schulzeit mit dem Abitur 1933 abschloß. Die jüdische Familie lebte als Staatenlose in Berlin mit dem Nansenpaß des Völkerbundes. M. studierte in Berlin Romanistik, Slawistik und Semitistik und promovierte 1938 mit dem Hauptfach Romanistik. Von 1935 bis 1939 unterrichtete er am Jüdischen Lehrhaus in Berlin Spanisch und Portugiesisch für potentielle Südamerika-Auswanderer. Die dazu von ihm verfaßten Lehrbriefe erschienen im »Israelitischen Familienblatt« und wurden auch als Lehrbuch vertrieben.[1]

Erst als sich für die ganze Familie eine Auswanderungsmöglichkeit bot, emigrierte er mit dieser 1940 über die Niederlande in die USA, wo er zunächst in New York unter ärmlichen Bedingungen von Gelegenheitsjobs wie Übersetzungen lebte. Eine gewisse Unterstützung erfuhr er von jüdischen Hilfsorganisationen, aber auch von älteren Emigranten wie vor allem von Leo Spitzer.[2] 1942 erhielt er eine Stelle als Sprachlehrer in der Romanistik in Wyoming, im gleichen Jahr eine Assistentenstelle in Berkeley, die 1948 in eine Assistenzprofessur und 1952 in eine ordentliche Professur umgewandelt wurde, seit 1966 mit der Denomination für Allgemeine und Romanische Sprachwissenschaft. In Berkeley baute er die romanistische Abteilung auf, später auch die Abteilung für Allgemeine Sprachwissenschaft, zwischen denen er seine Lehre aufteilte. 1947 begründete er dort die Zeitschrift Romance Philology, die er bis zu seiner schweren Erkrankung 1992 alleine redigierte.

In seiner ausführlichen Autobiographie (»A tentative autobibliography: Y. M.«)[3] beschreibt er sich als eher literarisch orientierten Jugendlichen, der für Rilke schwärmte und (u.a. auf russisch) Gedichte schrieb, der sich nur unter der schockierenden Erfahrung des Rassismus und der Faschisierung der Gesellschaft gewissermaßen in die extraterritoriale Alte Abteilung der Romanistik flüchtete. Seine frühen sprachlichen Arbeiten zum Spanischen und Portugiesischen waren entsprechend nur eine Frage des Broterwerbs. Erst in den USA fand er in der Romanistik eine neue Orientierung, geographisch bedingt auf Lateinamerika ausgerichtet, was schließlich durch seine spätere Ehefrau und Mitautorin Rosa Lida[4] verstärkt wurde. Ironischerweise hat er auch wohl hier erst seine spezifische »europäische« sprachwissenschaftliche Prägung erhalten, bestimmt durch die persönlichen Kontakte zu den Emigrantenkreisen an der Ostküste, wohin ihn Roman Jakobson 1948 zu einem Vortrag in New York einlud, den er auch 1950 in Word publizierte.

Alle Aussagen über seine Person stimmen darin überein, daß er ausgesprochen exzentrisch und schwierig war, daß er das Trauma der Vertreibung aus Deutschland, das für seine Familie vor ihrer Flucht aus Rußland wohl extrem idealisiert war, nie überwunden hat. Dazu gehörte auch das Bewußtsein, daß nur ein kleiner Teil seiner weitverzweigten Familie in Kiew die Schoah überlebt hat. Es dauerte lange, bis er wieder die deutsche Sprache praktizierte, und erst 1974 reiste er zum ersten Mal wieder nach Deutschland (s. dazu Dworkin, Q). Am deutlichsten ist diese Traumatisierung in der Art, wie er als Herausgeber seiner Zeitschrift systematisch Fachgeschichte betrieben hat, wo er in der Form von Nachrufen systematisch gegen die »Anstandsregel« verstieß, über Verstorbene nichts Schlechtes zu sagen. Das gilt nicht nur für seinen Doktorvater Gamillscheg, dem er wohl berechtigte Vorwürfe machen konnte (der ihm die Veröffentlichung der Dissertation in der von ihm herausgege­benen Reihe verweigerte). Sein Nachruf auf ihn ist von Bitterkeit bestimmt,[5] er apostro­phiert ihn als »the stern, almost grim, spokesman of conservatism in Romance linguistics« (a.a.O., S.172), sogar als »reactionary« (a.a.O., S.184); mit Bezug auf seine eigene Dissertation bemerkt er das mutmaßliche Motiv der Nichtveröffentlichung an (»for fear of political disap­proval« – mit Fragezeichen). Aber in der gleichen bitteren Art konnte er auch Leidensgenossen der Vertreibung gegenüber auftreten, so z.B. in dem schon erwähnten Nachruf auf Spitzer und dem auf Hatzfeld.[6] Anderen gegenüber konnte er allerdings auch sehr einfühlsam argumentieren, so z.B. sein Nachruf auf Cohn[7] oder sein von Bewunderung geprägter Nachruf auf Uriel Weinreich.[8] Das von ihm selbst offensichtlich auch gepflegte Bild einer exzentrischen Person mit rigiden Anforderungen an andere kontrastiert allerdings mit der fürsorglichen Art, in der er als Hochschullehrer fungierte, und nicht zuletzt auch als Herausgeber seiner Zeitschrift in der Art, wie er mit großem Einsatz zugeschickte Manuskripte jüngerer Wissenschaftler betreute.[9]

Schließlich konnte er sich erfolgreich in der US-amerikanischen Sprachwissenschaft etablieren, und zwar gerade auch da, wo viele der anderen Emigranten scheiterten: in den Beziehungen zu dem rigiden Strukturalismus/Distributionalismus der 40er und 50er Jahre (er hatte enge Beziehungen z.B. zu Bernhard Bloch, dem damaligen Herausgeber von Language)[10] und nicht zuletzt auch zu den Vertretern der Anthropologie/Ethnologie wie A. L. Kroeber und daran orientierten Sprachwissenschaftlern wie Dell Hymes,[11] s. auch seine Einleitung zu der Aufsatzsammlung »Essays on Linguistic Themes«.[12] Der mit der Emigration auch fachlich vollzogene Bruch zeigt sich auch darin, daß er in seinen autobiographischen Bemerkungen zu seinem Lebensgang aus der Berliner Zeit nur Mittwoch positiv würdigte, bei dem er Semitistik studierte.[13]

Die Dissertation »Das substantivierte Adjektiv im Französischen«[14] war eine rein formale Arbeit, die das Material in lexikalischen Feldern auf der einen Seite, nach morphosyntaktischen Kriterien auf der anderen Seite darbot, und im zeitgenössischen Gestus mit psychologisierenden Erklärungen operierte, die später in seinen Arbeiten fehlen. Die Arbeit wurde in den USA gleich lobend besprochen: von Spitzer[15] und vor allem gewissermaßen als direkte Einladung in die USA von U. T. Holmes:[16] »[...] this is a worth-while study, quite admirably conceived. It belongs [...] to the field of functional language study which has so great a vogue now in European circles but which is not well understood by Romance linguists in America« (207). So konnte er sich auch gleich im Zentrum der US-amerikanischen Sprachwissenschaft avisieren: bereits 1941 publizierte er in Language einen Aufsatz, der einen Abschnitt seiner Dissertation aufnahm, bemerkenswerterweise aber ohne dies auch nur zu erwähnen: »The development of -ivu in Latin and Romance«.[17] In diesem Aufsatz findet sich schon in nuce sein späteres Arbeitsprogramm: anhand von Wortbildungsmaterial zeigt er die Dynamik der sprachlichen Entwicklung in einem inhomogenen Horizont, bestimmt durch fachsprachliche Schichtungen, in diesem Fall die Repliken auf terminologische Modelle im Lateinischen und vorher schon im Griechischen, die fachsprachlich bedingten stereotypen Ellipsen, in denen er den Ansatzpunkt für die später grammatikalisierte Substantivierung von Adjektiven sieht, schließlich die Ausgliederung von sprachlichen Entwicklungsräumen, in diesem Fall die Besonderheiten des galloromanischen Raums.

Seine Zugehörigkeit zu der US-amerikanischen Sprachwissenschaft markierte er in einer langen Reihe von in Language veröffentlichten Beiträgen. Er gehörte auch zu denen, die seit den 1960er die Sprachtypologie als Forschungsfeld neu aufbauten, und war so auch an dem Stanforder Großprojekt einer Sichtung der typologischen Verhältnisse beteiligt, das Joseph Greenberg (1915-2001) anstieß und leitete.[18] So war es nur folgerichtig, daß er 1965 zum Präsidenten der Linguistic So­ciety of America gewählt wurde. Das bot ihm die Möglichkeit, zu einem Zeitpunkt, als die genera­tiv-transformationelle Strömung ihren Höhepunkt erreichte, selbstbewußt in seiner »Presidential Adress« sein eigenes »neotra­ditionalistisches Paradigma« einer Sprachwissenschaft als geneti­scher Forschung zu propagieren.[19] Auch wenn er bewußt den für ihn mißverständlichen Ter­minus »historisch« vermied, so liegt sein spezifischer Arbeitsschwerpunkt in der historischen Sprachwissenschaft: die Dynamisierung der sprachlichen Beschreibung in Hinblick auf mögliche Erklärungen für den Sprachwandel.[20]

Dadurch führte er zeitlebens einen Zweifrontenkrieg, zunächst gegen das schematisierende junggrammatische Verständnis von rein formal beschreibbarem Sprachwandel der Laut- und Formenlehre, das sein Doktorvater Gamillscheg repräsentierte, andererseits aber auch gegen den strikt distributionalistischen Ansatz der damaligen US-amerikanischen Sprachwissenschaft. Wenn er selbst später seine eigene Tätigkeit mit dem Stichwort der Etymologie umschreibt, dann erweiterte er das Verständnis dieses Begriffs gerade gegenüber Junggrammatikern wie Gamillscheg in Richtung auf eine Wortgeschichte, mit der komplexe sprachlich sedimentierte Zusammenhänge erschlossen werden können.

Mit seiner dynamischen Sicht der Sprachverhältnisse stellte er sich gegen schematisierende Vorstellungen in der junggrammatischen Tradition, nach denen die Entwicklung zwar im Bereich von Lautstruktur und Morphologie regulär verläuft, aber der Bereich des Lexikons bzw. der Semantik idiosynkratisch ist. Hier arbeitet er Strukturierungen im Lexikon heraus, vor allem Polarisierungen der Entwicklung in Feldern, die symbolisch in Wortbildungselementen fixiert sind, s. in diesem Sinne seinen programmatischen Aufsatz in dem einflußreichen Band, den er gemeinsam mit W. P. Lehmann herausgab: »Directions of historical linguistics«.[21] Gegen die einfache Gegenüberstellung von regulären Prozessen und lexikalischen Idiosynkrasien stellte er den Nachweis serieller Strukturierungen in Feldern, die sich an Musterbeispielen festmachen, ohne dabei im Sinne einer universellen Geltung produktiv zu sein (und entsprechende Prognosen bzw. deren Falsifizierung zu erlauben). Dazu gehören auch »ikonische« Strukturen, die er vor allem in seinen letzten Arbeiten als Formen von »Phonosymbolismus« analysierte.Ausdrücklich beruft er sich gerade auch in seinen späteren Arbeiten auf Schuchardt: jedes Wort hat seine Geschichte, aber die Struktur der Wortgeschichte ist modellierbar, s. so insbesondere auch seine Einleitung zu dem Sammelband »From particular to general linguistics. Essays 1965-1978«[22] (zitiert als »Particular«); ähnlich auch in der Einleitung zur italienischen Übersetzung einer Schriftenauswahl: »Linguistica generale, filologia romanza, etimologia«.[23]

Im Vordergrund stehen bei ihm Arbeiten zum Lexikon und zu lexikalischen Schichten, mit denen er diesen Bereich von einer weitgehend amateurhaft betriebenen Forschung in die professionelle Sprachwissenschaft hineinholt, deren Modellierung er auch als »Microglottology« bezeichnet hat, s. seinen Band »Etymological Dictionaries. A tentative typology«,[24] wo er die doppelte Stoßrichtung seiner Arbeiten deutlich macht, in einer mikroskopischen Einstellung auf die einzelnen Wortgeschichten, dabei aber dann gerade mit der Überschreitung der genetischen, »nationalphilologischen« Horizonte in Richtung auf eine Modellierung von Sprach- und Kulturkontakten, wie es traditionell schon bei der Behandlung von allerdings sonst nur peripher in den Blick genommenen »Wanderwörtern« der Fall war. In den einschlägigen Arbeiten scheint immer wieder durch, daß M. sich in diesen disziplinär marginalen (um nicht zu sagen: marginalisierten) Gegenständen auch in seiner eigenen Marginalität spiegelt, geradezu sinnbildlich verdichtet in einer kleinen Studie zu den Bezeichnungen für Marginalität als ethnisches Stereotyp (gemeinsam mit Rosa Lida) »The Jew and the Indian: Traces of the confusion in the Hispanic tradition«.[25]

Bei seinen Arbeiten beeindruckt die ungeheure Mate­rialfülle, vor allem von z.T. eher abgelegenem lexikalischen Mate­rial (nicht nur, aber doch mit dem Schwerpunkt im hispanischen Be­reich), das ausgebreitet und in Hinblick auf eher quer zum Mainstream-Betrieb liegende Themen bearbeitet wird. Der damit beim Leser erzielte Eindruck der Verwirrung ist offen­sichtlich beabsichtigt: die Ohnmacht simpler Erklärungsschemata wird geradezu handgreiflich (die ihre Plausibilität oft nur von allzu simplen Beispielen beziehen) – umso gründlicher setzt M. dann einen komplexen Erklärungsansatz ins Werk, der anstelle struktureller Strickmuster die Mechanismen kultureller Pra­xis sichtbar macht, die in die sprachliche Überlieferung einge­schrieben sind: Probleme der Etymologie, der Wortbildung, der Mor­phologie, oft an der Peripherie stilistischer Mittel angesiedelt, sind favorisierte Themen seiner vielen Aufsätze, die mit der meist eng gedruckten Dokumentation dennoch oft den Umfang von Monogra­phien haben.

Der nonkonformistische Zweifrontenkrieg M.s ist beein­druckend. Vor allem in den Arbeiten der 50er und 60er Jahre stan­den Etymologien im Vordergrund – sicher als der gesuchte extreme Gegenpol zum fashionablen Routine-Betrieb der USA-Linguisten. In der Art, wie er das betrieb, lag aber vor allem wohl ein bewußter Angriff auf die »kon­servative« junggrammatische Tradition seines Lehrers Ga­millscheg: nicht als mechanische Rückprojektion formverschiedener Belege entlang von lautgrammati­schen Vererbungslinien auf ein hypostasiertes Etymon, sondern mit dem Akzent auf der Wortgeschichte als einer kulturellen Vermitt­lungsinstanz, die Kulturräume und nicht organizistisch hyposta­sierte Sprachsysteme zum Ort hat (Anklänge an die kulturgeschicht­liche Tradition eines Schuchardt bzw. der Wörter und Sachen-Richtung sind hier deutlich). Daß M. selbst in der Praxis eher von seinen Zettelkästen als von einer »realhistorischen« Basis aus arbeitete und so selbst semantische Schwierigkeiten oft durch reichlich blasse Papierkonstruktionen überbrückte, ist in der Kritik öfters angemerkt worden (s. etwa Gsell, Q, S. 6).

Wie die Akzentverschiebung seiner Arbeiten in den letzten 20 Jahren, außer zu allgemein theoretischen Themen vor allem zur Wortbildung und Morphologie, generell zeigt, ist sein zentrales Anliegen auch nicht die Etymologie (bzw. die Akkumulation von Einzelerklärungen), sondern die Überwindung des organizistischen Gehäuses sprachwissenschaftlicher Methodologie, das diese seit der Eta­blierung der Disziplin in ein Prokustesbett zwängt – ob nun in Boppscher, Gamillschegscher, de Saussurescher oder Chomsky­scher Manier. Was er mit der Fülle akribisch belegter (und daher im Umfang durch zahlreiche Exkurse barock angeschwollener) »klei­nerer« Beiträge vorführt, ist die theoretisch nicht ausgewiesene Idealisierung der grammatischen Ebenen in dieser Tradition. Auf diese Weise löst er die Grenzen von Grammatik/Flexion gegenüber dem Lexikon bzw. gegenüber kulturell bestimmten Wissensstrukturen auf und repräsentiert so den Gegenpol innerhalb der Bewegung der »Jungen« in den 20er Jahren gegenüber der Vossler-Schule, die die gleiche Grenzauflösung im Bereich von Syntax/Stil betrieb (die Stilistik fehlt in seinem Œuvre).

Die theoretische Fluchtlinie ist hier eine flexiblere Modellierung der sprachlichen Verhältnisse. Auch wenn die Argumentation mit Belegmaterial aus der Romania gearbeitet ist, geht es doch um generellere Fragen, vor allem die systemische (paradigmatische) Organisation sprachlicher Formen, die als ein Moment isolierbar wird, auf das die Analyse allerdings nicht zu beschränken ist – bei M. allerdings ohne eine formale Systematisierung zu versuchen, wie sie in jüngeren Arbeiten z.B. im Horizont der Optimalitätstheorie unternommen wird, aber mit der gleichen Ausgangsthematik: systeminterne Faktoren zu isolieren, die keine Reduktion im Sinne eines linear geordneten Ebenenmodells gegenüber systemexternen Faktoren, also kulturellen Determinanten, erlauben. Damit nimmt er ganz bewußt Argumentationslinien auf, die schon im junggrammatischen Forschungsprogramm mit der Analogie als dynamischem Faktor identifiziert worden waren.[26]

Einer seiner Arbeitsschwerpunkte war die Fachgeschichte, die er durch das Prisma seiner biographischen Erfahrungen reflektierte, was nicht nur da deutlich wird, wo die persönlichen Bezüge vorgegeben sind wie bei »Ernst Gamillscheg (1887-1971) und die Berliner Schule der romanischen Sprachwissenschaft (1925-1945)« (s. Anm. 5) und seinen Vortrag in der Berliner Ehrenpromotionsfeier »Tobler, Gröber und der junge Meyer-Lübke« [27]. Bis zuletzt war für ihn die als ungerecht erfahrene Behandlung durch den Opportunismus seines Berliner Lehrers Ga­millscheg bestimmend. Hinzu kam das Trauma der ersten Jahre in den USA ohne Anerkennung, das sich in der Marginalität seines sich manchmal fast quixotisch ausnehmenden Kampfes in der ortho­dox-linguistischen Szenerie der 50er und 60er Jahre der USA fort­setzte. Die den Leser erschlagende Fülle von bio-bibliographischen Belegen in seinen fachgeschichtlichen Beiträgen formiert sich dabei zur Entwicklung eines Mythos von einer ande­ren, anständigen Sprachwissenschaft, die vom Verfall bedroht ist – die gute Zeit der Vergangenheit wird beschworen, die sich mit M.s fortschreitendem Alter auch immer mehr in die Vergangenheit rückverlagert: von den goldenen 20er Jahren zuletzt immer wei­ter ins 19. Jahrhundert hinein...

Die persönliche Betroffenheit, die er mit dieser Geschichtsschreibung ausagierte, zeigt sich in den die Leser betroffen machenden persönlichen Angriffen, polemi­schen Bewertungen, nicht nur, weil mit ihnen ein Nachruf-Tabu ver­letzt wird, sondern auch weil sie nicht nur denen gelten, bei denen M.s Verletztsein verständlich ist (wie etwa bei Ga­millscheg), sondern auch bei denen, mit denen er gemeinsam ins wissenschaftliche oder sogar gesellschaftliche Abseits manö­vriert wurde, s. etwa die Nachrufe auf Leo Spitzer (s. dort) oder Max Leopold Wagner.[28]

Nichtsdestoweniger (vielleicht sogar gerade deshalb) verdanken wir diesen Nachrufen die Kenntnis von Phasen der neueren Wissen­schaftsentwicklung, die sonst sicher unbekannt geblieben wären (in Romance Philology war die meist von M. selbst verfaßte nekro­logische Rubrik eine feste Institution). Welche Potentiale in die­sen archivalisch reichen Recherchen liegen, machen seine systemati­schen fachgeschichtlichen Abrisse deutlich, z.B. »Linguistics and Philology in Spanish America. A Survey (1925-1970)«.[29] Seine her­ausgehobene Mitarbeit bei den jüngsten Bemühungen, die neuere Fach­geschichte zu rekonstruieren, verstand sich demgegenüber fast von selbst, s. etwa außer dem Band von Davis/O'Cain (1980) noch seinen Überblicksartikel »Aspirations, Organiza­tion, Achievement«,[30] in dem er pointiert die Milieudifferenzen der »europäischen« und US-amerika­nischen Sprachwissenschaft der 20er und 30er Jahre mit ih­ren Kon­sequenzen für die Immigranten herausstellte, s. auch oben zu seinem Überblick (1992).

M.s Einstellung zur US-amerikanischen Diskussion blieb immer ambivalent, wie vor allem in seinen Bezugnahmen auf Bloomfield deutlich wird, die sich von Anfang an in seinen Schriften finden. Bemerkenswert ist dabei vor allem seine Besprechung von Bloomfields postum publiziertem Leselehrgang,[31] wo er Bloomfields methodisches Bemühen um eine Unterstützung der Kinder, die Regularitäten der Schrift zu explorieren und in den Griff zu bekommen, ausdrücklich Anerkennung zollt; in diesem Sinne akzeptiert er auch Bloomfields rigide deskriptivistische Einstellung, hier der phonologischen Analyse, und trägt auch dessen Frontstellung gegen die Wortbilddidaktik mit; auf der anderen Seite kritisierte er aber den methodischen Purismus, der undurchlässig für Bedeutungs- und generell kulturelle Strukturen ist. Trotz aller Kritik wird gerade hier seine Wertschätzung des nüchternen handwerklichen Vorgehens und nicht zuletzt auch seine Wertschätzung für die Person Bloomfields deutlich. Diese Würdigung ist umso bemerkenswerter, als M. selbst gerade auch immer wieder zu schriftkulturellen Fragen Stellung genommen hat, die für ihn der Bereich kat’exochen sind, der keine Reduktion auf eine kulturfreie Abbildung auf Strukturen der gesprochenen Sprache erlaubt, s. in diesem Sinne seine schon im Titel auf Bloomfield anspielende Studie »Secondary uses of letters in language«.[32]

Als besonders sensibler Beobachter erwies er sich gegenüber der deutschen sprachwissenschaftlichen Szene, wobei er sich besorgt durch deren Provinzialisierung zeigte, wozu er auch die Ignoranz gegenüber den strukturalen Entwicklungen in der amerikanischen Nachkriegszeit zählt. Irritiert war er aber auch durch die Überreaktion der strukturalistischen Rezeption in der neuen Generation nach 1960. Deutlich wird das in seiner alles in allem sehr wohlwollenden Besprechung von Geckeler, »Zur Wortfelddiskussion«, 1971,[33] dem er eine verkürzte Rezeption der amerikanischen Sprachwissenschaft, ohne Blick für die kulturellen Traditionen in der Folge Sapirs vorwirft und die ausschließliche Fixierung auf die Tradition der Bloomfieldianer.

In seinen fachgeschichtlichen Arbeiten wird die Homologie zu seinen sprachgeschichtlichen Arbeiten deutlich: die biographischen Verläufe derer, die das Fach ausmachen, bieten das Material für die Fachgeschichte, die nicht in einer Ideengeschichte aufgeht; als Fachgeschichte gilt nur das, was in diesen Verläufen seriell ist – so wendet er sich kritisch gegen eine Darstellung in der Art von Sebeoks »Portraits«.[34] In diesem Sinne bemüht er sich um eine Typologie sprachwissenschaftlicher Praxis in Verbindung mit einer Struktur der Entwicklungsdynamik im Fach, geprägt durch die jeweilige Entwertung der paradigmatischen Orientierung der Vorgängergeneration und die Neuentdeckung der Orientierung der Großelterngeneration, s. »History and Histories of Linguistics«.[35]

In den fachwissenschaftlichen Entwicklungen hat er die diagnostisch aufschlußreichen Brüche aufgesucht, die sich in Schlüsselfiguren spiegeln, in denen er nicht zuletzt wohl auch immer seine eigene Biographie gespiegelt fand. Im Vordergrund stehen bei ihm die Grenzgänger mit ansonsten recht unterschiedlichen wissenschaftlichen Profilen, wie auf der einen Seite der Slawist Miklosich, der nicht nur als einer der Väter der »Balkanphilologie« auch die Forschungen im ostromanischen Feld der Romanistik begründete (vor dem Hintergrund einer zweisprachigen Biographie, die für M. Spiegelungsmöglichkeiten bot): »Franz von Miklosich and the rise of Romance Linguistics«;[36] auf der anderen Seite Max Leopold Wagner, die marginale Schlüsselfigur der Sprachwissenschaft im 20. Jahrhundert par excellence. Wenn er dessen Schwierigkeiten mit dem Englischen aufspießt, dann ist auch das sicherlich eine indirekte Spiegelung seiner eigenen Bemühungen um eine hyperstilistische Virtuosität im Englischen. Aufschlußreiche biographische Spiegelungen finden sich in seiner Würdigung des Historikers Ernst H. Kantorowicz, der ein ihm eng verbundener Kollege in Berkeley war, mit dem er die Emigrationskarriere, vor allem aber auch die dichterischen Jugendambitionen teilte, s. »E. H. K.«[37] (z.B. auch zur sprachstilistischen Arbeit an der Sprache des Einwanderungslandes, S. 202-203).

So sind seine eigenen fachlichen Arbeiten auch durch Querverweise auf die europäische Migrantenszene bestimmt, mit Dankesbeweisen an Fachkollegen, die es für ihn übernommen haben, die von ihm für erforderlich gehaltenen akribischen Überprüfungen durchzunehmen. Dort tauchen immer wieder andere Exilanten auf: Lewent, Reichenberger, Kahane u.a., zu deren Festschriften er Beiträge beigesteuert hat, die er auch thematisch versuchte, auf deren spezifische biographische Verläufe zu kalibrieren. Hier finden sich dann Verdichtungen der unterschiedlichen Bezugshorizonte, wie in seinem Beitrag über mystifizierende Orientalismen im spanisch-arabisch-jüdischen Kulturraum, ausgehend von Elementen des spanischen Lexikons in der Festschrift für Wolf Leslau (»Dubious, pseudo-, hybrid-, and mock-orientalisms«).[38] Ein eigenes Arbeitsfeld wurde für ihn die Betreuung und Weiterführung der Arbeiten seiner früh verstorbenen Frau Maria Rosa Linda (de Malkiel, 1910-1962), einer hispanistischen Literaturwissenschaftlerin mit einem mediävistischen Arbeitsschwerpunkt, die er 1948 geheiratet hatte.

M. war eine Institution im Rahmen der Bemühungen, die Sprachwissenschaft in den USA nicht im »mainstream« aufgehen zu lassen. Es ist si­cher kein Zufall, daß M. als Mitorganisator bzw. Mitherausge­ber bei vielen der Unternehmungen beteiligt war, die in den letz­ten Jahren eine erneute Durchlässigkeit der sprachwissenschaftli­chen For­schung für historische (nicht: »diachrone«) Fragestellun­gen be­wirkt haben und gesellschaftliche bzw. kulturelle Faktoren nicht nur bei der Datenakkumulation, sondern auch theoretisch berücksich­tigen, s. gemeinsam mit W. P. Leh­mann (Hgg.), »Directions for historical linguistics. A Symposium« (s. Anm. 20), in dem u.a. der für die neuere So­ziolinguistik-Diskussion fundamentale Beitrag von Weinreich, La­bov, Herzog, »Empirical Foundations«, zuerst erschien; oder zuletzt von denselben hgg. »Perspectives on historical linguistics«.[39] Wir finden ihn aber als »ge­setzten« Teilnehmer auf nahezu allen Konferenzen, in denen neue Ansätze reflektiert werden, und in denen er sich der Diskussion mit den neuen »jungen« (oder noch marginalen!) Forschungsansätzen stellte, so etwa bei den sprachsoziologischen Unternehmungen in dem folgenreichen Band von Gumperz/Hymes 1972 (s. bei Gumperz).

Seine Publikationsfülle ist beeindruckend: Gsell zählte schon für die Zeit 1958-1978 alleine rund 250 Titel;[40] die 1995 erschienene Bibliographie (Q) umfaßt insgesamt 853 Einträge, s. auch die Bibliographie in der von J. Tra­bant hg. Festschrift (Q); zur Würdigung des Gesamtœuvres s. die vorzügli­che Darstellung von R. Posner (1970, Q). Eine Reihe seiner Arbeiten sind jetzt, thematisch mehr oder weniger gebündelt, in Sammelbänden zugänglich, z.B. den »Essays on Linguistic Themes«[41] oder »Lin­guistica generale, filologia romanza, etimologica«[42] (wo ihn der Herausgeber B. Miglorini als einen »dei dieci cultori di linguistica più insigni nel mondo« apostrophiert, a.a.O., S. ix).

Q: V; BHE; DAS. Zu M.s Selbstverständnis gehörte es, daß er seine Biographie gewissermaßen als exemplarisch für die Fachentwicklung im 20. Jhd. begriff und sich so entsprechend ausführlich autobiographisch inszenierte: die Einleitungen zu seinen Sammelbänden sind in diesem Sinne immer auch stark autobiographisch bestimmt; darüber hinaus verfaßte er eine ganze Reihe von mehr oder weniger ausführlichen und z.T. auch anekdotisch angereicherten Autobiographien: eine solche veröffentlichte F. Rico unter dem Titel »Semblanzas Yakov Malkiel… am 6. Oktober 1983«, in: Annuario de estudios medievales 6/Barcelona 1969: 609-639; eine weitere Skizze erschien auch bei Davis/O’Cain 1980: 79-98. Zuletzt noch »A tentative autobibliography Y. M. With an introduction by Henry Kahane« (= Rom. Ph. Sonderband 1988, hgg. von J. J. Duggan/Ch. B. Faulhaber), mit ausführlicher Bibliographie, zu der noch eine Ergänzung erschienen ist in Rom. Ph. 58/1995: 351-388 (die Bibliographie umfaßt insgesamt 823 Einträge!). Interview von H. Walther mit M. im November 1985 in Berkeley; briefliche Auskünfte von M. Würdigungen von M. bei O. Gsell, »Das sprachwissenschaftliche Œuvre Y. M.s.«, in: Ibero-Romanica 13/1981: 1-29; Rebecca Posner in der Neuauflage von I. Jor­dan/J. Orr, »An Introduction to Romance Linguistics. Its Schools and Scholars«;[43] J. Trabant und K. Baldinger, in: ds. (Hgg.), »Ehrenpromotion Y. M.«, Berlin: Duncker und Humblot 1984. Nachrufe von St. N. Dworkin in Rom. F. 110/1998: 491-494 (erweitert auch in Language 80/2004: 153-162); Ch. Faulhaber/S. Fleischmann/L. Hinton, in: University of California (obituaries), http://www.berkeley.edu/news/berkeleyan/1998/0513/obits.html (abgerufen am 10. Juni 2013). B. de Mauro/J. R. Craddock/P. F. Dembowski/S. G. Armistead/E. F. Tuttle, in: Rom. Ph. 57/1998: 1-12; Paul Lloyd, in: Hisp. Rev. 67/1999: 111-114; C. Marallo, in: Euralex Newsletter, Autumn 1998; E. F. Tuttle, in: Revue de Linguistique Romane 63/1999: 629-630. Schriftenverzeichnisse in Auswahl bei Posner (s.o.), bei Baldinger in: Trabant u.a. 1984: 22-50; sowie für den Zeitraum 1958-1978 bei Gsell (s.o.).



[1] »Einführung ins Portugiesische für jüdische Auswanderer«, Berlin: Varia 1937. Eine parallele Publikation zum Spanischen aus dem gleichen Jahr ist mir nicht zugänglich gewesen. Es handelte sich um Notveröffentlichungen, auf die M. später in eigenen Worten »nicht stolz« war (mündlich).

[2] M.s Verhältnis zu Spitzer war, wie nicht zuletzt sein Nachruf auf diesen zeigt (Rom. Ph. 41/1960: 362-364), äußerst gespannt. Er scheint im übrigen von Spitzers Einsatz für ihn nichts gewußt zu haben (entsprechende Empfehlungen von Spitzer finden sich im Rockefeller-Archiv).

[3] Berkeley 1988 (= Rom. Ph. Sonderband).

[4] S. dazu auch seinen Forschungsbericht »Linguistics and Philology in Spanish America. A survey (1925-1970)«, Den Haag: Mouton 1972, (zuerst in Sebeok, [Hg.], »Current trends in linguistics« Vol. IV, Den Haag: Mouton 1968).

[5] In: Rom. Ph. 27/1973: 172-189, deutsch in: Trabant (1988).

[6] In: Rom. Ph. 34/1981: 88-98.

[7] In: Histor. Ling. 5/1978: 237-251.

[8] In: Lg. 43/1967: 605-610 und in: Rom. Ph. 22/1968: 128-132.

[9] Die Art, wie er Manuskripte selbst umschrieb, sich auch um die kleinsten Details stilistischer Art kümmerte, habe ich selbst erfahren, als ich als gerade Promovierter ein Manuskript an ihn schickte.

[10] Für die aggressiven Vertreter dieser Debatten hatte er (allerdings später) noch milde Ironie übrig, s. »Ein Jahrhundert amerikanischer Altromanistik«, in: Rom. F. 112/2000: 159-172, z.B. zu Trager, S. 171.

[11] Das wird auch aus seiner Korrespondenz deutlich, z.B. der mit Kroeber, die in der Bancroft Library in Berkeley zugänglich ist, die ihn als einen außerordentlich liebenswürdigen Menschen zeigt.

[12] Oxford: Blackwell 1968.

[13] An Eugen Mittwoch, den Juden und Emigranten wie er selbst, hat er »recuerdos cariños« bewahrt, s. Rico (Q: S. 610).

[14] Berlin: Speer und Schmidt 1938. M.s Freude an Stilisierung zeigt sich schon in der Art, wie er seinen Vornamen französisierte, im Titel gedruckt als »Jacques M.«.

[15] In: Mod. Lg. N. 14/1939: 148-150 – Spitzer zitiert allerdings eine andere Ausgabe: »Berlin: Jüdischer Buchverlag J. Jastrow 1938«.

[16] In: Lg. 15/1939: 205-207.

[17] In: Lg. 17/1941: 98-118 – auch Gamillscheg wird nicht erwähnt; von deutschen Sprachwissenschaftlern dankte er neben Spitzer vor allem Lerch.

[18] J. Greenberg u.a. (Hgg.), »Universals of language«, 3 Bände, Stanford: Stanford University Press 1978. M.s Beitrag dort war »Derivational categories«, in: Bd. 3: 125-149.

[19] Diese Konstellation mag für die Basis der Linguistic Society, bei der damals die Irritation über das sek­tiererische Gebaren der MIT-Schule zunahm, vielleicht sogar der Grund für seine Wahl gewesen sein.

[20] »Overcoming Saussure's excessively rigid categorization of all linguistic research into either the descriptive or the genetic variety«, Linguistic Themes, (1968): viii.

[21] Austin: University Texas Press 1968. Von ihm dort »The inflectional paradigm as an occasional determinant of sound change«, S. 21-64; die anderen Beiträger dort waren W. P. Lehmann, J. Kuryłowicz, E. Benveniste, U. Weinreich, W. Labov, M. Herzog.

[22] Amsterdam: Benjamins 1983.

[23] Florenz: Sansoni 1970.

[24] Chicago: Chicago UP 1976.

[25] In: FS Max Weinreich, Den Haag: Mouton 1964: 203-208.

[26] So wird M. immer wieder da entdeckt, wo die Grenzen des grammatisch Rekonstruierbaren in den Blick kommen, s. z.B. G. Müller, »Beschränkungen für Binominalbildung im Deutschen«, in: Z. f. Sprachwiss. 16/1997: 5-51.

[27] Bei Trabant 1988, a.a.O., S. 58-91.

[28] In: Rom. Ph. 16/1963: 281-289.

[29] In: Th. Sebeok (Hg.), »Current Trends in Lin­guistics«, Vol. IV, Den Haag: Mouton 1968 (auch separat).

[30] In: H. Hoenigswald, »The European background of American linguists«, Dordrecht: Foris 1979: 107-120.

[31] L. Bloomfield/C. L. Barhart, »Let’s read. A Linguistic Approach. 1961«, in: Rom. Ph. 16/1962: 83-91. Der Aufsatz ist wieder abgedruckt in seinem Band »Essays on Linguistic Themes« (1968) – W. P. Lehmann arbeitet in seiner Rezension zu diesem Band (Found. of Language 8/1972: 280-287) gerade am Beispiel dieses Aufsatzes M.s ambivalentes Verhältnis zur US-amerikanischen Wissenschaftsszene heraus.

[32] Zuerst 1965, reproduziert in »Linguistic Themes« 1968: 357-398.

[33] In: Found. of Language 12/1974: 271-285.

[34] S. »Particular« 1983: 58-60.

[35] Zuerst 1969, reproduziert in »Particular« 1983.

[36] In: FS E. Pulgram (»Italic and Romance«, hg von H. J. Izzo, Amsterdam: Benjamins 1980: 327-337).

[37] In: A. R. Evans (Hg.), »On four modern humanists«, Princeton: Princeton UP 1970: 146-219.

[38] In FS Leslau »Semitic Studies«, Bd. II/1991: 991-1003.

[39] Amster­dam/ Philadelphia: Benjamins 1982.

[40] S. Otto Gsell, »Das sprach­wissenschaftliche Œuvre Yakov Malkiels«, in: Iberoromanica 13/1981: 1-29.

[41] Oxford: Blackwell 1968.

[42] Florenz: San­soni 1970.

[43] Oxford: Oxford UP1970: 434-447.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 08. November 2014 um 22:19 Uhr