Kraus, Karl

Geb. 21.10.1889 in Oberndorf/Melk, gest. 8.12.1979 in Berkeley.

 

Nach dem Abitur (Matura) 1908 in St. Pölten studierte er in Wien Romanistik und Latein. 1912 promovierte er mit einer Dissertation über »Necknamen als Familiennamen im Französischen« (betreut von Meyer-Lübke). Die Dissertation war mir nicht zugänglich; insofern muß offen bleiben, wieweit K. hier seine Erfahrungen als praktizierender Jude verarbeitete: die Belegung von Juden mit den abstrusesten Familiennamen war schließlich eine gängige Praxis bei der Zivilstandserfassung in der Frühen Neuzeit.[1] Über seine weitere Biographie war nichts in Erfahrung zu bringen. Weitere Werkverweise bei Weibel/Stadler (1993) ließen sich nicht verifizieren.

Q: Weibel/Stadler 1993.



[1] In der Promotionsakte ist nur das sehr lakonische Gutachten des Koreferenten Becker erhalten, das über den Inhalt der Arbeit nichts aussagt und sich auf wertende Bemerkungen beschränkt.