Kahane, Henry (Heinrich) Romanos

Geb. 2.11.1902 in Berlin, gest. 11.9.1992 in Urbana/Ill.[1]

 

Studium in Berlin, Greifswald, Rom und Paris, zunächst mit einer Ausrichtung auf die klassische Philologie (Lehrer waren insbesondere W. Jaeger und E. Norden) dann der Romanistik mit dem Schwerpunkt bei der »Alten Abteilung«. Neben dem »strengen« philologischen Studium standen für K. die kulturellen Fragen des elterlichen Salons im Vordergrund: der Vater war Assistent am Theater von Max Reinhardt in Berlin. Die Themen dieses Salons waren neben literarischen Fragen, zu denen notwendig die Sprachanalyse im Sinne einer Bearbeitung der »Sprachkrise« im Wiener Umfeld gehörte, vor allem auch soziologische Themen: K. erinnerte sich an Diskussionen über und mit Simmel im elterlichen Salon.[2] In der Romanistik wurde neben seinem Doktorvater Gamillscheg M. L. Wagner zu seinem wichtigsten Lehrer in Berlin, zu dem er auch lebenslang Kontakt hielt (u.a. vertrat ihn Wagner später in Urbana). Daneben studierte er allgemeine Sprachwissenschaft bei E. Lewy, zu dessen kleinem Schülerkreis er gemeinsam mit K. H. Menges und W. Steinitz gehörte.

1930 promovierte er in Berlin mit einer Dissertation über die »Bezeichnung für Kinnbacke im Gallo­romanischen«.[3] Am Beispiel eines Wortfeldes (im Rahmen des vorgegebenen Arbeitsfeldes des Doktorvaters Ernst Ga­millscheg zur Auswertung der Befunde des französischen Sprachatl­asses) wendet er sich gegen eine onomasio­logische Reduktion des Lexikons: der Gesichtspunkt von Wörter und Sachen markiert nur Randbedingungen der Sprachpra­xis/Sprachent­wicklung; seine Wirkun­gen sind vermittelt über psy­chische Momente, die Vorstellungen von Sachen, und diese wiederum über Muster der kulturellen Überliefe­rung. Damit sind die Grund­themen in dem viel­fältigen K.schen Werk schon vorgegeben.

Daß K. nicht auf die philologische Ausrichtung seines Studiums festgelegt war, wird dadurch deutlich, daß er gleich nach der Promotion als Auslandskorrespondent nach Istanbul ging. 1931 kehrte er aber nach Berlin zurück, wo er in Verbindung mit einem Habilitationsstipendium eine (halbe) Assistentenstelle bei seinem Doktorvater Gamillscheg erhielt. Das erlaubte es ihm auch, seine Studienfreundin Renée Toole (s. hier: R. [Toole-] Kahane) zu heiraten, mit der er seit 1927 liiert war (s. bei dieser). Mit seiner Frau plante er ein gemeinsames größeres Forschungsvorhaben zur griechischen Sprachgeographie, zu dem insbesondere auch ein etymologisches Wörterbuch der Italianismen im (Neu-)Griechischen gehören sollte, das K. als Habilitationsschrift einreichen wollte.[4] K. reiste dazu seit 1930 wiederholt nach Griechenland, insbesondere auf die Heimatinsel seiner Frau, Kephalonia. Zugleich unternahmen beide gemeinsame Studien im Archiv des griechischen Wörterbuchs in Athen.

Von einer letzten größeren solchen Forschungsreise 1933 kehrte K. mit seiner Frau nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten wegen der drohenden rassistischen Verfolgung nicht mehr nach Deutschland zurück, sondern beide reisten gemeinsam nach Italien, wo H. K. die Leitung eines Schulinternates bei Florenz übernahm,[5] in Verbindung mit einem Lehrauftrag für Romanistik an der dortigen Universität, zu dem er durch die Vermittlung Gamillschegs kam. Nicht nur, daß die Emigration über die vorwiegend ausländischen Schüler des Internats präsent war, mit K. unterrichteten dort auch vor allem weitere Emigranten (u.a. Franz Rosenthal und G. Schöpflich [später Hoenigswald]); das Curriculum dieser Schule baute K. strikt nach dem Vorbild des deutschen humanistischen Gymnasiums auf.

In Italien trug K. mehrfach zu seinem Wörterbuchprojekt vor, vgl. »Gli elementi linguistici italiani nel neogreco«,[6] wobei schon die Grundlinien seiner späteren Forschung sichtbar werden: die inhomogene Architektur des Wortschatzes, einerseits kontextuell eingeschränkte Felder (berufsspezifische Bezeichnungen u. dgl.), andererseits universelle, z.B. diskursorganisierende Elemente; hier geht er schon den sozialen Faktoren der Diffusion von Formen gegenüber dem Faktor der Herkunft nach (er trennt systematisch venezianische Formen von solchen anderer italienischer Herkunft).

Nach dem »Anschluß« Österreichs 1938 verlor K. den Schutz seines österreichischen Passes. Als er bei Hitlers Besuch in Italien als Geisel für eine Woche in Haft genommen wurde, beschlossen die beiden K.s die Weiteremigration in die USA. Während sie auf ihr Visum warteten, kehrten sie zu den Eltern von Renée K. nach Kephalonia zurück, wo sie ihre Studien zur griechischen Dialektologie weiterführten. U.a. besuchten sie dort Gerhard Rohlfs, mit dem sie gemeinsame Mundartaufnahmen machten. Bereits vorher in Italien hatten sie für diesen Mundartaufnahmen in den griechischen Dialektgebieten Italiens übernommen.

Mit Unterstützung des Committee for Displaced Scholars erhielt K. 1939 eine Anstellung als Forschungsassistent für Vergleichende Literaturwissenschaft (mit dem Schwerpunkt bei Dante) an der University of Southern California, was dem Ehepaar eine Einreise mit einem Non-Quota-Visum ermöglichte. Beide reisten im Dezember 1939 ein, machten auf dem Weg nach Kalifornien bei dem Klassischen Philologen und Sprachwissenschaftler Kent Station, der sie zum Eintritt in die Linguistic Society of America veranlaßte.[7] Zu ihrer erfolgreichen Integration in den US-amerikanischen Wissenschaftsbetrieb trugen auch enge Kontakte zu anderen erfolgreichen Immigranten bei: so danken sie in ihren ersten Veröffentlichungen in den USA (s.u.) unter anderem dem (Germanisten) Penzl.

Auch wenn K. sich in seinen letzten Jahren immer expliziter in die europäische Tradition stellte und sich als »Humanisten« im Sinne des humanistischen Gymnasiums bezeichnete, so hatte er keine Probleme mit der Integration in die US-amerikanische wissenschaftliche Szene. Bereits 1941 veröffentlichte er in Language eine parallele Studie zu seiner Dissertation, die einerseits die besonderen Probleme bei Körperteilbezeichnungen deutlich macht, andererseits die unterschiedlichen Ausgrenzungen des Sprachraumes im Galloromanischen gegenüber dem italienischen Raum: »Designations of the cheek in the Italian dialects«.[8]

Die beiden K.s zeigten praktischen Verstand bei der Organisation ihrer US-Karriere (die in geschlechtsspezifischer »Arbeitsteilung« der Mann H. K. hinaufkletterte): sie publizierten gleich nach ihrer Ankunft in den USA in zentralen Publikationsorganen der US-amerikanischen Sprachwissenschaft; dazu gehörte auch eine Studie zu ihren Feldforschungen in Griechenland in dem für die damaligen US-amerikanischen Diskussionen methodisch zentralen Bereich der Phonologie: »Some sandhi phenomena in Modern Greek«[9] und eine Weiterführung dieser Analyse im Zentralorgan Language: »Syntactical juncture in Modern Greek«.[10] Im gleichen Bereich lagen auch ihre ersten Arbeiten in ihrem späteren professionellen Arbeitsfeld der Romanistik, z.B. »Syntactical juncture in colloquial Mexican Spanish«.[11]

Als Mitglied der Linguistic Society of America wurde K. in das Sprachprogramm der US-Army einbezogen, das gegen Kriegsende Lehrmittel für die kriegswichtigen Länder entwickeln sollte. Gemeinsam mit seiner Frau und einem Gräzisten (R. L. Ward) entwickelte er einen Kurs »Spoken Greek«,[12] ein ausführlicher Konversati­onskurs der direk­ten Methode mit mini­malen grammatischen Kommenta­ren, der die Dhimo­tiki von »gebildeten Sprechern« vermitteln soll. Das verlangte es ihnen auf sehr praktische Weise ab, sich in die Methoden der deskriptiven amerikanischen Sprachwissenschaft einzuarbeiten, da dieser Kurs wie auch die anderen in diesem Programm systematisch auf die Sprachform einer Gewährsperson aufgebaut war. Die Mitarbeit an diesem Programm zeigt beson­ders deutlich die Fähig­keit der beiden K.s, sich an die Bedin­gungen der US-Gesell­schaft und der US-Lin­guistik zu adaptieren[13] – ohne aber wie andere jüngere Linguisten-Immigranten zu Strukturalisten US-amerikanischer Prä­gung zu wer­den.

Ihre Integra­tion in die US-amerikanische Lingui­stik zeigte sich nicht nur in dem von H. K. betriebenen Aufbau eines (mit Linguisten wie R. Lees später auch »generativistisch« ausgewiesenen) Lin­guistischen Insti­tuts an der Universität Urbana, sie wird auch demon­striert durch die Festschrift aus Anlaß seiner Eme­ritierung im Jahre 1971, an der 58 überwiegend sprach­wissenschaft­liche Kol­legen ihren Beitrag leisteten, bis hin zu damals avantgardi­stischen Generativen Semantikern wie George La­koff (aber eben auch traditionelle Sprachwissenschaftler wie Ger­hard Rohlfs); sie zeigte sich vor allem durch seine Wahl zum Prä­sidenten der Linguistic Society of America (1984). In Urbana bau­ten die K.s ein äußerst produktives Forschungsmilieu auf, des­sen Arbeiten in Sammelbänden demonstrativ als gemeinsames Un­ternehmen präsentiert werden.[14] Daneben unterhielt K. aber enge Kontakte zu anderen Immigranten, in der Romanistik vor allem Y. Malkiel, L. Spitzer und M. L. Wagner, in der Germanistik zu Penzl sowie in der Turkologie zu A. Tietze, mit dem gemeinsam die beiden K.s ihr mediterranes Arbeitsfeld systematisch um seine türkisch-arabischen Komponenten erweiterten (s. unten).[15]

Das außerordentlich umfangreiche Werk K.s zeigt neben einer thematischen Kohärenz deutlich die Etappen seiner Migrationsbiographie, die sich in methodischen Umorientierungen spiegeln. Gegenstand der Promotion und der daran zunächst auch anschließenden Lehrtätigkeiten waren Frankreichstudien in einem sprachgeographischen Horizont. Dieser, in der spezifischen Ausprägung durch Gamillscheg, war auch der Horizont für das erste große Forschungsvorhaben der beiden K.s in Griechenland, die griechisch-italienischen Sprachbeziehungen (s.o.), denen sie auch bei ihrem Italienaufenthalt weiter nachgingen. Im griechischen Exil 1938/1939 setzten sie diese Forschungen fort und gingen vor allem den Spuren der venezianischen Beziehungen in den griechischen Dialekten nach. Diese Feldforschungen sollten gewissermaßen einen Gegenpart zu den auf Anregung von Rohlfs unternommenen Studien zu den archaischen griechischen Dialekten in Süditalien liefern. Zu diesem Gegenstand haben sie schon früh publiziert (s. schon oben zu ihrem in Rom ge­haltenen Vortrag »Gli elementi linguistici italiani nel neogreco«, Anm. 6), auch später veröffentlichten sie noch aus diesem Komplex, etwa »From landmark to toponym«.[16]

Die lange Reihe der Publikationen zum Griechischen ist von Anfang an überschrieben durch mediterrane Kulturbeziehungen, so vor allen Dingen aus der venezianischen Zeit: 1940 er­scheint dazu von beiden eine Monographie, in Athen veröffentlicht, aber in deutscher Sprache »Italienische Ortsnamen in Griechenland«.[17] In methodischer Hinsicht handelt es sich um eine kulturgeschichtliche Aufarbeitung von Wortgeschichten, vor allem auch von Ortsnamen, die aus Appellativa gebildet sind, mit einer italienischen Etymologie, kontrolliert am Weiterbestehen dieser zugrundeliegenden Wortelemente im heutigen Griechischen. Vergleichende Bezüge auch auf Einflüsse des Türkischen sind hier schon zu finden.

Die so ausgerichteten Arbeiten setzen sich im gesamten Werk fort, bis hin zu einer ausführlichen Demonstration der komplexen Stratifikation im zypriotischen Wortschatz, angelehnt an die Besprechung eines zypriotischen Wörterbuchs,[18] wobei sie die Schichtung der Fremdelemente (hier getrennt für die ältere Schicht des Lateinischen gegenüber Gallizismen [diese unterschieden für Französisch und »Provenzalisch«] und Italianismen) dem griechischen Erbe gegenüberstellen; bei diesem trennen sie wiederum diachrone Schichten durch die Belegbarkeit im klassischen, hellenistischen und byzantinischen Griechischen, um dann systematisch der kontinuierlichen Remodellierung der tradierten Formen nachzugehen (bes. S. 82).

Methodisch sind in diesen Arbei­ten im kulturgeschichtlichen Kontext sprachsoziologische Differen­zierungen präsent, wobei die Frage der Diffusion der »Fremd­termini« nach thematischen Bereichen untersucht wird, aber auch die soziale Stratifi­kation der Sprachpraxis, ebenso wie sie funktionale Überlegun­gen zur Brauchbarkeit und Adaptierung etymologisch heterogenen Ma­terials für bestimmte Zwecke der Sprachpraxis anstellen. Was bei diesen Ar­beiten von Anfang an zur Disposition stand, war die enge Bindung der Analysen an ein »Sprachsystem«. Die weiteren Arbeiten können geradezu ge­lesen werden als eine Probe aufs Exempel einer anti-junggrammati­schen strukturalistischen Sprachwissenschaft (schon in seiner Disserta­tion benannte K. in diesem Sinne Hugo Schuchardt als die Autorität). Das erklärt auch die immer weiter­gehende Ausdeh­nung des Untersuchungshorizontes, vor allem zur sprachübergreifen­den Verkehrsgemeinschaft im Mittelmeer, die K. besonders im fachsprachlichen Bereich untersucht hat.

Ergeb­nis ist neben zahl­reichen Einzelstudien der gemeinsam mit A. Tietze, einem anderen Emigranten, verfaßte Thesaurus »The Lingua Franca in the Levant: Turkish nautical terms of Italian and Greek Origin«;[19] Ausgangspunkt der Arbeit sind 878 »nautische Fremd­worte« (ein­schließlich der Fischereiter­minologie) im Türkischen, die A. Tietze ermittelt hatte, die dort im alphabetischen Lexikon­format (auf 500 S.) einerseits etymo­logisch in Hinblick auf den romanisch-griechischen Kulturraum, an­dererseits im Hin­blick auf die Verbreitung im islamischen Raum (vor allem auch im Arabischen) verfolgt und durch umfangreiche Register (einschließlich eines onomasiologischen Index) aufgeschlossen werden. Die These der kul­turellen Einheit des Mittelmeerraumes (hier verfolgt unter den Randbedingungen der os­manischen Herrschaft, also bis zur »moder­nen« kulturellen Integra­tion im Maßstab des Weltmarktes seit dem 19. Jhd.) beschäftigt die K.s später noch in anderen Untersu­chungen zur Ver­mittlungsfunktion des islamisch-arabi­schen Raumes für die »abend­ländische« Kultur, etwa zur Gnosis bzw. zum Grals-Topos als ei­ner gesamteuropäischen Bearbeitung der herme­tischen Überlieferung aus der Antike, ausgehend von einer angesetzten griechischen Etymologie von ›Gral‹ Krater »Krug«, die allerdings von der Forschung nicht übernommen worden ist (s. mit A. Pietrangeli, »The Krater and the Grail: Hermetic Sources of the Parzival«).[20]

Diese Arbeiten ordnen sich ein in ein umfassendes Unternehmen einer europäischen Bildungsgeschichte, die die K.s sprachwissenschaftlich-philologisch nachzeichnen. Das Gesamtprogramm ihres Unternehmens haben die K.s in einem programmatischen Aufsatz »Paideia. A Linguistic subcode«[21] als Bildungsgeschichte dargestellt (zwar nicht hier, aber in anderem Zusammenhang auch mit explizitem Bezug auf W. Jaeger). Dieses Unternehmen kulminierte in der monographischen Gesamtdarstellung »Abendland und Byzanz: Sprache« (295 Spalten in Lexikonformat).[22] Vermittelt über eine enorme Fülle der Literatur (in die auch ihre eigenen Arbeiten zu den italienischen Lehnwörtern im Griechischen eingeordnet sind) wird hier das umfangreiche Wortmaterial in seinen »Wanderungs«strukturen von Byzanz nach Westen und umgekehrt vom Westen nach Byzanz (Italienisch und Französisch) aufgearbeitet, sowohl in formaler Hinsicht, in Hinblick auf die unterschiedlichen Adaptierungsformen: lautlich, graphisch, morphologisch und auch semantisch (Lehnbedeutungen), wie auch bezüglich der kulturellen Einflüsse: für die Chronologie wie die materiellen Randbedingungen der kulturellen Reproduktion, in der diese Wanderungen stattfanden.

Zu diesem Unternehmen gehören eine ganze Reihe von wortgeschichtlichen Einzelstudien, z.T. sehr weit ausgreifend in religiöse Bereiche, wie z.B. »Religious Key Terms in Hellenism and Byzantium: Three Facets«[23] oder »Risk«,[24] das wie viele andere dieser Studien mit den Problemen der (mediterranen) Seefahrt verbunden ist, sowie schließlich Studien, die den durch den kulturellen Zusammenhang gesetzten Anspruch der Rezeption des antiken Erbes zeigen, der durch das Verschwinden eines analytischen Zugangs dazu (insbesondere der Griechischkenntnisse) im späteren Europa immer prekärer wird, s. z.B. »Desdemona. A star-crossed name«.[25]

Obwohl methodisch-philolo­gisch eher »positivistisch« gearbeitet, sind diese Untersu­chungen wohl auch eine Antwort auf den gesellschaftlichen Kontext der rassistischen Verfolgung des Faschismus, unter der sie zu leiden hat­ten: die in Deutschland gerade auch von Sprach­wissenschaftlern mit einem germanentü­melnden Fundamentalismus aus­gegrenzte mediter­rane (in der rassi­stischen Terminologie: »westi­sche«) Zivilisation wird hier ein­drucksvoll als Fundament unserer Kultur aufgezeigt, deren überna­tionale Einheit wissenschaftlich nicht infrage zustel­len ist. Im Sinne eines solchen breiten kulturwissenschaftlichen Verständ­nisses sind auch die Grenzen zu literaturwissenschaftlichen Frage­stellungen nicht starr; außer der schon erwähnten »Parzival«-Ar­beit haben die beiden K.s dazu noch zahlreiche Aufsätze publi­ziert, darunter auch weitere zum Chrétien de Troyes-Kom­plex. Diese Aufsätze sind in dem das gesamte Œuvre in einer Aus­wahl von 94 Titeln – weniger als ein Drittel! – spiegelnden Sam­melwerk zugänglich: »Henry and Renée Kahane, Graeca et Romanica. Scripta selecta«, 3 Bde.[26] Die Kapi­telüberschriften der Sammlung sind instruktiv: Romance Lexicology / Mediterranean Lexi­cology (enthält insbesondere Beiträge zum Tür­kischen, Griechischen u.a. Sprachen) / Byzantinum and the West / Hellenistic Heritage in the West / Structural and Sociolinguistics / Literature and Thea­tre.

Das wissenschaftliche Glaubensbekennt­nis, das dieser monumen­talen Sammlung vorangestellt ist, rekla­miert zurecht mit dem Ter­minus »Soziolinguistik« Aktualität, ver­weist aber auf den philolo­gischen Common-sense der zwanziger Jahre (wenn auch ironi­scherweise nicht gerade auf den der Gamillschegschen Richtung): »Our so­ciolinguistic assumption is that language reflects cultural and social features« (a.a.O., S. XXI). Das schließt methodologische Explorationen nicht aus, die charakteri­stischerweise dann aber doch an den »weichen« Rändern des gramma­tischen Systems (verbale Kategorien an der Grenze von Tempus und Aspekt) oder nicht »verfe­stigten« Strukturen vorgenommen werden (Kindersprache, Vergleich nicht [eng] verwandter Sprachen, Spra­chen in Kontakt u. dgl.).

Ein besonders formales Beispiel für ihre methodische Orientierung haben die beiden ausgerechnet zu der Festschrift für ihren Lehrer Gamillscheg 1957 beigetragen, der nicht gerade durch seine Offenheit für strukturale Analysen hervorgetreten ist: »The System of the verb in the Western Languages«.[27] In diesem formalen Versuch, die paradigmatischen Strukturen des Verbsystems aufzuzeigen, geht es ihnen auch wieder darum, die Einheit der europäischen Sprachen aufzuzeigen, mit illustrierenden Beispielen nicht nur aus romanischen Sprachen, sondern auch des Griechischen und des Deutschen. Eine konkrete Anwendung hat dieses Modell in ihrer Arbeit zum Neugriechischen gefunden: »The tense system of Modern Greek«,[28] in der sie vor allem die Abgrenzung von Tempus und Aspekt zu klären versuchen.

Sprachsoziologische Fragen stehen bei ihnen fast immer im Vordergrund: Probleme der Diglossie (s.o. die Bemerkungen zu ihrem griechischen Sprachkurs), Standardisierungspro­zesse »neuer« Sprachen gegenüber den konservierenden Bestrebungen bei »Prestigesprachen« u. dgl. mehr. Zu diesem »traditionellen« Bild einer Sprachwissenschaft »im weiteren Sinne« gehört auch die vertiefte Beschäftigung mit psychologischen Erklärungsmustern – wozu die Kooperation mit dem ebenfalls in Urbana lehrenden Charles Osgood beigetragen hat (s. dazu den oben genannten Sammel­band von 1959). Sicherlich aber ist es für die »hermeneutische« Orientierung eines »traditionellen« europäischen Sprachwissenschaftlers charakteristisch, diese Fragen (vermit­telt über die eigene Elternrolle) am Beispiel der Kindersprache zu explorieren: orientiert nicht zuletzt an den Ar­beiten des Ehepaars C. Stern und W. Stern unternahmen die K.s den Versuch, die Genese des grammati­schen Systems, hier: des Tempussy­stems, beim Lerner als Auseinan­dersetzung mit den kulturellen Vor­gaben der Umgebung zu rekonstru­ieren. Der kontrastive Ansatz (Deutsch-Englisch-Französisch) ist vor dem Hintergrund der zwei­sprachigen Erziehung der eigenen Kin­der gewissermaßen zwangs­läufig (s. gemeinsam mit S. Saporta, »The Developement of the Ver­bal Categories in Child Language«).[29]

Diese Arbeiten machen deutlich, daß die deskriptive Metho­dik der US-Linguistik von den beiden K.s übernommen und ge­nutzt wird – daß sie aber nie ihre Sprach­wissenschaft von dieser Methodologie her definiert ha­ben. Eine systematische Einordnung ihres Unternehmens in die Fachgeschichte haben sie in dem Beitrag »Humanistic Linguistics«[30] unternommen, in dem sie die Brücke von der philologischen Tradition zu der strukturalistischen Methodologie schlagen, die sie explizit als Analysekonzept verstehen, das den Horizont der Analyse nicht beschränken darf; hier stellen sie explizit Bezüge zur Stilanalyse her (mit Verweisen auf Vossler, Spitzer und auch Lerch), aber auch zu Richtungen wie der Sprachinhaltsforschung. Schließlich fehlen auch nicht Verweise auf außerprofessionelle Strömungen wie die literarische Bearbeitung der »Sprachkrise« (s. zu Hofmannsthal, S. 164).

In diesem Sinne reagierten sie auch durchaus abgeklärt auf die später heftig ausgetragenen Kontroversen in der US-amerikanischen Sprachwissenschaft; sie konnten sich ironisch sogar in die transformationalistische Neuorientierung einordnen (s. ihren methodologischen Aufsatz »The Etymologist as a transformanist«).[31] Dieser Zuschnitt ihres Unternehmens spiegelt sich deut­lich in dem Festschriftband ihrer Schüler: die Auseinandersetzung mit der deskriptiven Metho­dologie des US-Strukturalismus (bis hin zu Zellig Harris‘ »Dis­course Analysis«) ist hier ebenso bestimmend wie die europäische Tradition der Stilanalyse, die sich vor allem auch in den litera­rischen Gegenständen zeigt. Die Analyse gilt den in die Texte eingeschriebenen Bedeutungsstrukturen – gebunden an die formale Explikation der Mittel, mit denen diese ausgedrückt werden. Die psycholinguistische Ori­entierung wird deutlich, wenn mit einem emphatisch vorgetragenen informati­onstheoretischen Kommuni­kationsmodell eine Modellierung der Texte bis hin zu einer versuchten Gattungstypologie unternommen wird.

 

So erfolgreich die K.s ihre Karriere in den USA auch gestalten konnten, so wenig haben sie den Kulturschock der erzwungenen Immigration überwunden: sie haben sich in gewisser Weise doch immer als »Fremde« gefühlt, die in den USA nur im Sinne ihres optimalen Arbeitsplatzes für die Beschäftigung mit ei­nem universalen Gegenstand zuhause waren. Die Urbanität des im literari­schen Milieu sozialisierten K. machte es ihm offensichtlich leichter als vielen anderen Exilanten, sich mit dem amerikanischen way of (scientific) life zu arrangieren – den er ironisch zu kom­mentieren wußte: aber die Namen, die für ihn bei seiner Selbstdar­stellung zählen, die er als diejenigen aufführt, mit denen er zusammengearbeitet hat, sind doch immer wieder selbst Exilanten (s. etwa von ihm »The Refugee of the Thirties. A Personal Memoir«).[32] Und so ist bei seinen Vorträgen und Aufsätzen der letzten Jahre der geradezu beschwörende Unterton deutlich, mit dem er für den Linguisten die Aufgabe herausstellt, in den sprachlichen Verhältnissen die kulturellen Prozesse herauszupräparieren, in denen das kulturelle Erbe der westlichen Zivilisation greifbar ist (s. etwa in seiner Presidential Address für die LSA »A typology of the prestige language«).[33] Dieser Beitrag ist vielleicht derjenige der K.s, der über die engen Grenzen der Romanistik hinaus am einflußreichsten geworden und in der neueren soziolinguistischen Diskussion breiter rezipiert worden ist. Flankiert wird er von einigen Detailstudien insbesondere zu den entsprechenden Verhältnissen in der Romania. Diese Position (deren »Unzeitgemäßheit« angesichts des US-amerikani­schen Bildungssystems er zugleich immer herausstellte) vertrat K. auf Tagungen im Kontext von ethnographisch orientierten sozio­linguistischen Projekten – offensichtlich respektiert, aber doch recht exotisch.[34] Das hinderte die Linguistic Society of America nicht daran, ihn 1984 zum Präsidenten zu wählen.

Dieser Balanceakt bei der Integration in die US-Gesellschaft zeigte sich auch darin, daß die K.s auch die US-amerikanischen Verhältnisse zum Gegenstand ihrer Analyse machten, indem sie versuchten, den Status und die Ausdrucksformen im Amerikanischen von der Kolonialzeit bis zur Zeit des Amerikanischen als globale Supermacht zu rekonstruieren, in: »Virtues and vices in the American Language: A History of Attitudes«[35] (vgl. damit den entsprechenden Versuch von L. Spitzer). In den späteren Jahren wird eine explizite Auseinandersetzung mit den wissenschaftlichen Weiterentwicklungen in Deutschland deutlich, die neben einem biographischen Rückblick auch eine Kritik am romanistischen Unterbau in den USA beinhaltet. In diesem Sinne haben die K.s es unternommen, auch die neuere deutsche Forschungslandschaft vorzustellen, so in zwei Sammelrezensionen »Recent German Writings on Linguistic Themes I + II«,[36] wo neben im engeren Sinne romanistischen Arbeiten, sowohl solchen von fachlichen Größen wie bei Dissertationen mit einer eher traditionalistischen Ausrichtung, auch methodische Arbeiten stehen, so zur Auseinandersetzung mit strukturalen Beschreibungsmodellen (der Dependenztheorie) ebenso wie der Typologie, wo sie ausdrücklich auf Ernst Lewy verweisen).[37]

K. sprach nach eige­ner Einschätzung Englisch mit deutschem Akzent; seine Kinder sind in einer Familie aufgewachsen, deren Familiensprache Wienerisch war, bestimmt von der während des Krieges über Palästina in die USA nachgekomme­nen Mutter von H. K. Die Vertreibung war trotz aller beruflichen Er­folge und trotz der »kultivierten« Umgangsfor­men und der souveränen Selbstdar­stellung die Grundbestimmung von Leben und Werk der K.s geblieben. So war 1988 für R. K. und H. K. die Erneuerung ihres Doktordiploms nach 50 Jahren durch die Freie Universität in Berlin eine große Freude. Die fachliche »Vergangenheitsbewältigung« in Deutschland verfolgten sie sehr genau (s. etwa die aus­führliche Rezension von H. K. zu R. Römer, »Sprachwissenschaft und Rassenideologie in Deutschland« 1985).[38] Dazu gehörte auch die in den späten Jahren von H. K. unternommene Aufarbeitung der eigenen Biographie als Teil einer systematischen (Fach-)Geschichte, was sich in Nachrufen und Würdigungen von Weggefährten spiegelte, die H. K. dann auch (als Ausnahme unter den Publikationen) nur mit seinem Namen zeichnet: so die Würdigung von Gerhard Rohlfs[39] oder die Würdigung von Yakov Malkiel.[40] Wenn K. in den letzten Jahren in der alten Heimat Vorträge hielt, dann bemühte er sich, auf dem Weg über dem Interesse an seiner Person die Aneignung der »euro­päischen« Fachgeschichte zu vermit­teln (so etwa bei dem Romani­stentag 1986 in Freiburg/Br.). Bei der Jahrestagung der DGfS in Osnabrück 1989 hat er den Festvor­trag gehalten (»Das Wort in synchronischer und diachronischer Sicht«).[41]

Q: LdS: unplaced. Diese Ausführungen stützen sich außer auf die erwähnten Quellen auf mehrere eigene Gespräche mit den beiden K.s bei ihren Aufenthalten in Deutschland sowie auf ein ausführliches Interview, das H. Walter mit ihm 1985 führte. Hinzu kommen schriftliche Auskünfte, insbesondere auch Ergänzungen zu Vorfassungen dieses Artikels. Ausgewertet wurden weiterhin die autobiographischen Schriften, insbesondere H. K., »Linguistics as personal experience: The formation of a Departement«, Ms. Univ. Illinois 1990; »Kahane elected Arts Academy fellow«, in: Illinois Week, September 1989, sowie Jürgen Trabant, »Laudatio auf H. und R. Kahane«, Berlin: Freie Universität 1988 (Manuskript). Außerdem Christmann/Hausmann 1989: 228-290; B. Kachru u.a. (Hgg.), »Issues in linguistics. Papers in honour of Henry and Renée Kahane«,[42] die Bibliographie dort von Pietrangeli (S. 1-32) wird ergänzt in der Werkausgabe von Kachru u.a. (Hgg.), »Graeca et Romanica. Scripta Selecta« (3 Bde. Amsterdam: Hakkert 1979-1986). Nachrufe: L. Zgusta, in: Gnomon 65/1993: 759-762; Y. Malkiel/B. de Marco, in: Rom. Ph. 46/1993: 297-301; B. Kachru, in: Lg. 81/2005: 237-244; DBE 2005.



[1] Eine vorläufige kürzere Fassung dieses Artikels erschien zur Vorbereitung der Jahrestagung der DGfS in Osnabrück 1989 in deren Bulletin. K. hat diese Version ausführlich ergänzt. Darauf geht der Text hier zurück.

[2] K. war österreichischer Staatsbürger, da seine Eltern aus Wien stammten. Er hat es selbst unternommen, seine Familiengeschichte und das kulturelle Milieu zu rekonstruieren, in dem er aufgewachsen ist, so in Beiträgen zum Leben seines Vaters, z.B. »Arthur Kahane, Reinhardt’s Dramaturge«, in: 4. Theatre Research International 4,1/1978: 59-65 (auch wieder abgedruckt in den »Scripta selecta«, III: 459-465). Vgl. auch »Max Reinhardt’s Total Theatre: A centenary Lecture«, in: Comparative Literature Studies 7/1975: 323-337, auch in »Scripta selecta« II/1981: 649-662.

[3] Jena/Leipzig: Gronau 1932 (= Berliner Beiträge zur Romanischen Philologie II,2).

[4] S. dazu Hausmann 2000: 252.

[5] Das Schullandheim wurde von Werner Peiser geleitet, den die K.s aus Berlin kannten. [W. P. (1895-1978), der sowohl in Jura wie in Romanistik promoviert hatte, war seit 1931 im preußischen Ministerialdienst. 1933 wurde er aus politischen (er war aktiv in der SPD) und rassistischen Gründen entlassen. Er hatte zuletzt eine Dienststelle in Italien, wo er nach der Entlassung blieb: bis 1938 mit einer politologischen Professur in Rom, zugleich mit der Leitung eines Studienzentrums in Florenz, zu dem das erwähnte Landschulheim gehörte. 1938/1939 emigrierte er weiter über Frankreich in die USA, wo er romanistische Professuren hatte (mit einem literaturwissenschaftlichen Schwerpunkt). 1946 kehrte er nach Westdeutschland zurück, wo er in den diplomatischen Dienst ging.]

[6] In: A. Romanicum 22/1938: 120-135.

[7] In Lg. 16/1940: 73 werden sie beide als neue Mitglieder aufgeführt, H. K. als »teaching fellow in Comparative Literature«. Bei beiden wird als Forschungsgebiet »Mediterranean linguistic geography« genannt.

[8] In: Lg. 17/1941: 212-222.

[9] In: Mod. Lg. N. 57/1942: 39-45.

[10] Lg. 21/1945: 92-95.

[11] In: Lg. 24/1948: 388-396.

[12] 2 Bde., 2. Aufl. Ithaka/ New York: Spoken Language Ser­vice 1972 (zuerst 1946 bei der Linguistic So­ciety of America).

[13] Die beiden vorgenannten Aufsätze zur neugriechischen Phonologie hatten dem schon vorgearbeitet.

[14] In ihren Veröffentlichungen sprechen sie explizit von »our attempt [...]«, s. z.B. H. Kahane u.a., »Structural Stu­dies on Spanish Themes«, Acta Salamanticensia. Filosofia y Letras, Bd. 12/3, Salamanca; auch Urbana: Univ. of Illinois Press 1959, Vor­wort von Kahane/Pietrangeli, S. 9-14.

[15] S. auch oben zu K.s frühem journalistischen Aufenthalt in der Türkei.

[16] In: E. Coseriu/W.-D. Stempel (Hgg.), »Sprache und Geschichte. Festschrift für Harri Meier zum 65. Geburtstag«, München: Fink 1971: 253-258 – in diesem Kontext sicher nicht zufällig in englischer Sprache.

[17] Erschienen in Athen 1940 als Beiheft zu den »Byzantinisch neugriechischen Jahrbüchern«.

[18] »A Cypriot etymologicum. Comments to the glossary of Georgios Loukas«, in: Mediterranian Lg. Rev. 3/1987: 71-104.

[19] Urbana/Ill.: Univ. of Illinois Press 1958 (Neuauflage Istanbul: ABC Kita­bevi 1988).

[20] Urbana/Ill.: Univ. of Illinois Press 1965.

[21] In: I. Rauch/G. F. Carr (Hgg.), »Language Change«, 1983, repr. in: »Scripta selecta« III/1986: 27-44.

[22] Im »Reallexikon der Byzantinistik«, Bd. 1, Amsterdam 1970-1976, wieder abgedruckt in den »Scripta selecta« II/1981: 1-148.

[23] In: Illinois Classical Studies 12/1987: 243-263.

[24] In: Festschrift Gamillscheg 1968 (H. Stimm/Wilhelm J. [Hgg.], »Verba et Vocabula«, München: Fink) : 275-283.

[25] In: Names 35/1987: 232-235.

[26] Amsterdam: A. U. Hakkert 1979, 1981 und 1986.

[27] In: Festschrift Gamillscheg 1968: 261-275. Es ist sicherlich auch kein Zufall, daß die Beiträge zu den beiden Gamillscheg-Festschriften 1957 und 1968 (s. oben »Risk«) beide auf englisch geschrieben sind, obwohl die beiden in diesen Jahren schon wieder begannen, auf deutsch zu publizieren. Bei aller ansonsten auch ausdrücklich herausgestellten Wertschätzung für ihren Lehrer liegt darin sicherlich auch so etwas wie eine ironische Distanzierung.

[28] In: FS I. Iordan (Bukarest 1958), in: »Scripta selecta« II/1981: 439-460.

[29] Indiana UP 1958 (= In­tern. J. of Americ. Ling. 24, 4).

[30] In: F. J. Nuessel (Hg.), »Contemporary Studies in Romance Languages«, Bloomington: Indiana Univ. Linguistic Club 1980: 159-182.

[31] 1975, repr. in »Scripta selecta« II/1981: 523-530.

[32] In: Tennessee Linguistics 6:2 /1986: 8-17.

[33] In: Lg. 62/1986: 495-508.

[34] S. z.B. P. H. Lowenberg (Hg.), »Lan­guage Spread and Language Policy: Issues, Implications and Case Studies«, Washington D.C.: Georgetown Univ. Press 1988 – der Band ist R. u. H. K. gewidmet. K.s eigener Beitrag dort: »Language Spread and Lan­guage Policy: The Prototype of Greek and Latin«, S. 16-24.

[35] In: Teachers of English Speakers of other Languages-Quarterly 11/1977: 185-202.

[36] In: Rom. Ph. 32/1978: 93-110 und 34/1980/1981: 2-31.

[37] Rom. Ph. 34/1980/1981: 11.

[38] In: J. Engl. a. Germanic Ph. 86/1987: 387-390.

[39] Nachruf in Rom. Ph. 42/1989: 279-284.

[40] In: Rom. Ph., Sonderband 1988-1989: XVII-XXV.

[41] Erschienen in: Semiotische Ber.14/1990: 67-81.

[42] Urbana/Ill.: Illinois UP 1973.